„Krass, dass er sich das traut – der hat eigentlich eine richtige Schneckenphobie.“ sagt eine Lehrerin der Stadtteilschule am Hafen in St. Pauli.
3 Tage Umweltbildung liegen hinter uns.
Drei Tage, an denen wir mit unserem Forschungsbike auf dem Schulhof waren – gemeinsam mit drei 5. Klassen, die untersucht haben, was dort eigentlich wächst, krabbelt und lebt.
Nicht im Klassenzimmer, sondern draußen.
Nicht als Theorie, sondern als echte Forschung.
Was passiert ist
An drei Stationen haben die Schüler*innen den Schulhof Schritt für Schritt erschlossen: Mit Lupen und Mikroskopen wurde Saatgut untersucht – klein, unscheinbar und plötzlich voller Unterschiede.
Beim Pflanzen im Hochbeet ging es um Zusammenarbeit: Welche Pflanzen passen zusammen? Wer hilft wem?
Und mit Tablets wurde der Schulhof kartiert – echte Daten, die Teil eines weltweiten Forschungsnetzwerks werden.
Was sonst einfach „Schulhof“ ist, wurde zu einem Ort voller Entdeckungen.
Was hängen bleibt
Ein Moment ist uns besonders im Kopf geblieben:
Ein Schüler, der eigentlich große Angst vor Schnecken hat, steht am Beet.
Zögert kurz.
Und macht dann mit.
Was sich verändert
Die Kinder schauen danach anders auf ihren Schulhof.
Sie sehen nicht mehr nur Beton und Pausenfläche, sondern Lebensräume.
Sie erkennen Pflanzen wieder, stellen Fragen, diskutieren Zusammenhänge.
Und sie verstehen:
Das hier hat mit mir zu tun.
Und genau darum geht es uns: Mit unserem Forschungsbike bringen wir Umweltbildung genau dorthin, wo sie gebraucht wird: auf Schulhöfe, in den Alltag der Kinder.
Dort, wo sie Zusammenhänge verstehen, eigene Entscheidungen treffen und ins Handeln kommen. Forschend, praktisch, gemeinsam.
Danke
Der Workshop wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Budnianer Hilfe e.V..
Ohne diese Förderung wäre dieses Angebot so nicht möglich.
Für uns zeigt sich hier wieder:
Ein Schulhof ist viel mehr als ein Ort für die Pause. Er kann ein Ort sein, an dem Kinder anfangen, ihre Umwelt zu verstehen. Hier entstehen Perspektivwechsel – und manchmal auch der Mut, eine Schnecke anzufassen.

